Wenn dein Kind Angst hat - und du nicht weißt, wie du helfen kannst
- Sara

- 26. März 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 24 Stunden
Von Sara Tewes Zertifizierte Hypnosetherapeutin, Berlin-Charlottenburg Über 1000 Sitzungen mit Kindern und Familien.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine professionelle Beratung oder Diagnose. Bei anhaltenden Ängsten empfehle ich, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Du siehst es jeden Tag.
Dein Kind, das eigentlich so neugierig und lebendig sein kann, zieht sich zurück. Weint ohne erkennbaren Grund. Klagt über Bauchschmerzen, die kein Arzt findet. Schläft schlecht. Will morgens nicht aufstehen.
Und du fragst dich: Was ist das? Ist das normal? Übersehe ich etwas? Mache ich etwas falsch?
Die meisten Eltern, die zu mir kommen, haben genau diese Fragen schon monatelang mit sich getragen. Leise, in der Nacht, nach dem nächsten schwierigen Morgen.
Dieser Artikel ist für dich — nicht als Ratgeber, sondern als Orientierung. Damit du verstehst, was in deinem Kind vorgeht, und weißt, wann und wie du Unterstützung finden kannst.

Angst bei Kindern ist nicht dasselbe wie Angst bei Erwachsenen
Erwachsene können benennen, was sie bedrückt. Sie sagen: "Ich habe Angst vor dem Gespräch morgen." Oder: "Ich mache mir Sorgen um die Finanzen."
Kinder können das oft nicht.
Ihre Angst zeigt sich anders — in Körpersignalen, in Verhalten, in dem, was sie nicht sagen:
Körperliche Signale:
Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen vor bestimmten Situationen (z.B. Schule, Kindergeburtstag, Prüfungen)
Schlafprobleme — Einschlafangst, häufiges Aufwachen, Albträume
Zittern, Schwitzen, Herzrasen in angstauslösenden Momenten
Übelkeit ohne körperliche Ursache
Verhaltenssignale:
Rückzug von Freunden oder Aktivitäten, die früher Freude gemacht haben
Klammern — besonders an Bezugspersonen
Vermeidung bestimmter Orte, Situationen oder Menschen
Ausbrüche oder Tränen, die unverhältnismäßig wirken
Plötzliche Schulverweigerung oder Widerstand gegen den Alltag
Was Kinder sagen — und was sie meinen:
"Mir ist schlecht" → oft: ich habe Angst vor dem, was kommt
"Ich will nicht" → oft: ich schaffe das nicht, und das macht mir Angst
"Alle mögen mich nicht" → oft: ich fühle mich nicht sicher
Das ist wichtig zu verstehen: Dein Kind täuscht dich nicht. Es drückt etwas Echtes aus — nur eben auf die Art, wie Kinder es können.
Wann ist Angst bei Kindern normal — und wann nicht?
Angst ist ein natürlicher Teil des Aufwachsens. Kinder haben in verschiedenen Entwicklungsphasen ganz typische Ängste:
Im Kleinkindalter: Trennungsangst, Angst vor Fremden
Im Grundschulalter: Angst vor Dunkelheit, Einschlafen, manchmal Schulangst
Im Jugendalter: Soziale Ängste, Leistungsangst, Angst vor Versagen
Diese Ängste sind normal. Sie kommen, und sie gehen — wenn das Kind sich sicher und begleitet fühlt.
Wenn die Angst bleibt, ist das ein Signal, das Aufmerksamkeit verdient. Nicht weil etwas "falsch" mit deinem Kind ist. Sondern weil Kinder manchmal Unterstützung brauchen, die über das hinausgeht, was Eltern alleine geben können — so sehr sie es auch wollen.
Zeichen, dass professionelle Unterstützung hilfreich sein könnte:
Die Angst besteht seit mehreren Wochen und nimmt nicht ab
Sie schränkt den Alltag deines Kindes spürbar ein (Schule, Freundschaften, Schlaf)
Dein Kind vermeidet immer mehr Situationen
Du merkst, dass du als Elternteil selbst erschöpft und hilflos wirst
Was Kinder mit Angst wirklich brauchen
Hier ist etwas, das ich in über 1000 Sitzungen immer wieder erlebt habe:
Kinder brauchen keine langen Erklärungen. Sie brauchen keinen Druck, ihre Angst zu "überwinden". Sie brauchen auch keine Eltern, die ihre Angst wegdiskutieren oder kleinreden.
Was sie brauchen, ist das Gefühl: Jemand sieht mich. Jemand glaubt mir. Ich bin nicht allein damit.
Das ist gleichzeitig das Schwerste — denn Eltern wollen helfen. Sofort. Mit Lösungen, mit Ablenkung, mit Aufmunterung. Und manchmal verhindert genau das, dass das Kind seine Angst wirklich fühlen und loslassen kann.
Was wirklich hilft, sind kleine, konsequente Signale der Sicherheit:
Zuhören, ohne sofort zu lösen
Die Angst benennen, ohne sie zu dramatisieren: "Ich sehe, dass du Angst hast. Das ist okay."
Routine und Vorhersehbarkeit — Kinder mit Angst brauchen Stabilität im Alltag
Nicht erzwingen, aber auch nicht dauerhaft vermeiden — sanfter, begleiteter Kontakt mit der Angst
Wie Hypnose Kindern mit Angst helfen kann
Wenn Angst trotz allem bleibt — trotz Geduld, trotz Gesprächen, trotz allem, was du schon versucht hast — dann liegt das oft nicht daran, dass dein Kind nicht will.
Es liegt daran, dass die Angst im Unterbewusstsein verankert ist. Dort, wo logische Erklärungen nicht mehr hinkommen.
Genau hier setzt Kinderhypnose an.
In einer Hypnosesitzung arbeiten wir nicht über die Angst — wir gehen durch sie. Sanft, spielerisch, mit Bildern und Geschichten, die Kinder natürlich verstehen. Ihr Unterbewusstsein ist empfänglich für neue Erfahrungen — viel empfänglicher als das von Erwachsenen.
Was viele Eltern überrascht: Kinder gehen oft schon nach der ersten oder zweiten Sitzung merklich entspannter aus der Praxis. Nicht weil ein Wunder geschehen ist — sondern weil ihr inneres System endlich eine andere Erfahrung machen durfte.
Mehr darüber, wie Kinderhypnose genau funktioniert, findest du hier: Wie Kinderhypnose funktioniert
Wenn du wissen möchtest, ob Kinderhypnose für euch der richtige nächste Schritt ist: Kinderhypnose in Berlin
Du musst das nicht alleine herausfinden
Wenn du diesen Artikel gelesen hast und denkst: "Das klingt nach meinem Kind" — dann bist du an der richtigen Stelle.
In einem kostenfreien, unverbindlichen Vorgespräch können wir gemeinsam klären, was dein Kind gerade braucht und ob Hypnotherapie ein passender nächster Schritt sein könnte.
Kein Druck. Keine Erwartungen. Nur ein Gespräch.
Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.
Herzlich, Sara

Sara Tewes ist zertifizierte Hypnosetherapeutin in Berlin-Charlottenburg und spezialisiert auf die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Frauen. In ihrer Praxis in der Arcostraße begleitet sie seit Jahren Familien, deren Kinder unter Ängsten, Schulstress und emotionalen Belastungen leiden.


